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Ostern in Andalusien

Spanische Osterprozession am Karfreitag in Garrucha, einem kleineren Hafenstädtchen in Andalusien. Vorneweg tragen die Costaleros eine drei Tonnen schwere Heiligenfigur von Maria Dolores. Danach folgten die Damen, die Costaleras, mit einer nicht eben leichteren Figur der Virgen del Mar. Das Geheimnis einer gelungenen Prozession ist das Finden eines gemeinsamen Rhythmus während des Tragens. Wenn etwa 30 Menschen auf einer Schulter einen Holzthron balanzieren, müssen die Träger im Takt schreiten und die Hüfte schwingen. Besonders schwierig sind die Wendemanöver in engen Gassen und Kurven. Gefolgt werden die Thronträger von einer vielköpfigen Musikkapelle, die traurig-schöne Blasmusik vorträgt.

Die Prozession in Garrucha war etwas modernerer Art. Die Bruderschaft verzichtet auf Selbstverstümmelung und Vermummung. In traditionellen, katholischen Prozessionen verbergen die Sünder ihre Köpfe unter an den Klu-Klux-Klan erinnernden Spitzhüten. Die Garrucheros hingegen verbargen sich höchstens hinter spiegelnden Sonnenbrillen. Jeder Thronträger kaute selbstversonnen Kaugummi.

Bruderschaft in Andalusien beim Anheben des Thrones

Der Thron sitzt auf der Schulter, die Jungfrau ist nicht geschwankt.

Mein Artikel dazu steht hier: Semana Santa in Spanien

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