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Zylinderkopfzerbrechen

Bin mit dampfendem Japaner (Nissan, Bj 94 und verkochtem Zylinderkopf) in der Julisonne die Sierra Nevada rauf und habe Mario Gomez spanisches Heimatdorf Albuñán (Provinz Granada) gesucht. Zwischenhalt im uranhaltigen Abla (ja, das wird ne neue Geschichte) und Verzweiflungsbier in der Dorfkneipe neben der Autowerkstatt. Mechaniker teilte mir mit, ich solle das Auto besser verschrotten. Weitere Verzweiflungsbiere folgten. Nette Eingeborene kennengelernt und gemeinsam gejammert. Ab September wird unser Leben noch teurer. Spaniens Steuern gehen rauf auf 21 % (weitere Reportage gibts in Bälde dazu). Am Spätnachmittag kam die Idee auf, es sei besser, wieder Mulis zu züchten. Nissan war endlich nach Wutbürgerbesäufnis abgekühlt. Es folgte Weiterfahrt (jetzt zu dritt) ins Gomez-Dorf. Albuñán lag Gott-und-heiliger-Jungfrau-sei-Dank nur auf 1.000 Höhenmetern. Der Zylinderkopf  ließ sich zähmen. Ankunftsbier in der Dorfbar von Mario Gomez und Verwandtschaft brachte weitere Bekanntschaften. Suche nach Marios Opa und Oma. Das dauerte nicht lange, weil das halbe Dorf in der Kneipe war und jeder 5. Gomez heißt. Schnurstracks in die Calle Balsa gelatscht und an die Garagentür geklopft. Drinnen saßen die jeweils 82 Jahre alten mopsfidelen Großeltern und schmollten immer noch, dass Mario nicht Europameister geworden ist. Wir tranken trotzdem ein Beglückwünschungsbier auf Spanien. Artikel nachlesbar in der sozialistischen Tagespresse.

Von links: Reina aus Abla, Tante Dolores Gomez und die Reporterin

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