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Reportage in der WELT: Palomares strahlende Gegenwart

Nach zwei Jahren Recherche vor Ort und anderswo ist in der Tageszeitung Die Welt endlich meine Reportage über Spaniens radioaktiv verseuchte Region im andalusischen Palomares erschienen. Der ehemals idyllische Fischerort feierte vor wenigen Tagen einen traurigen Jahrestag: vor 45 Jahren stürzte am 17. Januar 1966 ein amerikanisches Flugzeug mit vier Wasserstoffbomben an Bord ab.

Palomares und Umgebung gilt bis heute als Gegend mit der höchsten Radioaktivität in Europa. Bewohner, Politiker und Umweltschützer fordern eine gründliche Dekontaminierung. Doch die spanische Regierung schiebt das Problem auf die lange Bank. Die Verhandlungen mit den USA als Verursacher stocken. Die spanische Umweltschutzorganisation Ecologistas en Accion schlägt Alarm. Das in den Bodenschichten befindliche Plutonium zerfalle in leichtere Bestandteile wie Americium und verteile sich über den Luftweg in weiter entfernte Regionen. Eine Dekontaminierung könne in der Zukunft noch komplizierter und teurer werden, wenn nicht bald gehandelt wird. Außer um die Übernahme der Kosten von rund 30 Millionen Euro geht es aber vor allem um den Verbleib der verseuchten Erde. Spanien hat keine Endlagerstätte für Atommüll.

Der Beitrag ist in Welt Online und am 17.Januar 2011 in der Printausgabe der Welt am Sonntag erschienen. Bitte Nachlesen:

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