Unterwegs

Recherchetour durch die Wüste von Marokko

Nomadencamp und Trekking-Tour durch die Sahara für Neues Deutschland im Dezember 2016. Es geht um das Leben im kargen Wüstenstaub und eine spanisch-schwedische gemeinnützige Organisation Vilostrada, die mit viel Leidenschaft, das Leben der Nomaden verbessern hilft.

Jetzt wurde eine 400 m lange Wasserleitung für trinkbares Brunnenwasser in #Tanmirt verlegt. Bislang mussten Kinder das Wasser schöpfen. Nun pumpt eine solarbetriebene Wasserpumpe das Wasser bis in ein Zelt, wo die Kinder unterrichtet werden und Nomaden nachts schlafen und sich vor den kalten Winden im Winter schützen.

Vilostrada-Aktivistin Victoria Ahlen und Nomaden in der Sahara vor dem solarbetriebenen Trinkbrunnen. Foto: Joakim Ahlen

Vilostrada-Aktivistin Victoria Ahlen und Nomaden in der Sahara vor dem solarbetriebenen Trinkbrunnen. Foto: Joakim Ahlen

Das nächste Projekt ist das Anpflanzen von Moringa-Bäumen, die als Wunderbäume gelten und in der Wüste Schatten spenden, nahrhafte Früchte produzieren, für Wasseraufbereitung genutzt werden und deren Blätter getrocknet und zu Pulver gemahlen, auch im Westen als Superfood geschätzt werden. Es besteht also Potenzial für die Nomaden, mit diesen Bäumen nicht nur sich selbst zu versorgen, sondern auch zusätzliches Einkommen zu erzielen.

Infos zu Moringa hier.

Vilostrada kauft Produkte marokkanischer Nomaden auf, exportiert diese nach Spanien und Europa und fördert Familien mit dem Erlös. In Spanien werden mit den Produkten diverse Events veranstaltet wie Tagine-Koch-Workshops, Märkte und Info-Tage.

Infos zu Vilostrada auf Facebook

 

 

Reisetipps aus Spanien

Auf der Website  Ferienwohnungen-Spanien.de sind viele Ausflugstipps, Städteempfehlungen und Strandreports aus Spanien von mir zu lesen.

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Kanada

17. November 2010

Seltsame Vorkommnisse bei British Airways

Der Flug BA084 von Vancouver nach London mit British Airways endete mit einer Notlandung. Doch keinen interessierts, denn alle 262 Passagiere sind glimpflich davon gekommen. Allerdings war der Jumbo-Jet bereits mit erheblichen technischen Schwierigkeiten vier Stunden nach offizieller Startzeit auf die Rollbahn des Vancouver International Airport getrottet. Dort mussten die geduldigen Fluggäste noch einmal eine Stunde ausharren, bevor sich der Koloss endlich in die Luft bewegte. Grund: eine verbogene Frachttür.

Ich habe auf meinen vielen Flügen in den letzten zehn Jahren die Erklärung „Technical problems with a door“ schon viel zu oft gehört, um nicht zu vermuten, dass es sich hier um eine Ausrede handelt.

Wusste British Airways von der fehlerhaften Turbine und startete trotzdem?

Warum interessiert jede lockere Schraube bei Qantas sämtliche Nachrichtenagenturen, während brennende Turbinen nicht einmal eine Erwähnung Wert sind?

British Airways ist seit den Flugausfällen wegen der Vulkanasche und der anhaltenden Streiklust seiner Mitarbeiter unter finanziellem Druck. Auch der britische Maschinenbauer Rolls-Royce hat wegen der fehlerhaften Turbinen für den Airbus A380 einen massiven Imageschaden zu beheben. Mag es sein, dass hier ein Unternehmen dem anderen nicht schaden will? Hält gar die Königin ihre schützende Hand über die gebeutelten Luftfahrtunternehmen?

Hier ist der Artikel:

Jumbo fliegt mit brennender Turbine über Rocky Moutains

Von Luise Wagner

Vancouver, 14. November 2010

Die Pannenserie mit Rolls-Royce-Triebwerken reißt nicht ab. In der Nacht zu Samstag (13.11.) musste eine Boeing 474-400 von British Airways (BA) nach einem Brand im Triebwerk nach Vancouver zurückkehren und notlanden.

Der mit 262 Passagieren besetzte Jumbo-Jet war auf dem Weg nach London und bereits mit erheblicher Verspätung gestartet als nach 30 Minuten in etwa 9000 Meter Höhe über dem Jasper Nationalpark in den Rocky Mountains eines von vier Triebwerken versagte. Nach Aussage des BA-Pressesprechers John Lampl schaltete die Crew gegen 1 Uhr das Triebwerk ab und kehrte mit den drei verbleibenden Triebwerken zum Flughafen nach Vancouver zurück. Zuvor wurde über den Bergen aus dem vollgetankten Flugzeug Treibstoff abgelassen. Die Maschine landete sicher gegen 2:15 Uhr auf dem Vancouver International Airport.

Augenzeugen berichten, bereits zehn bis 15 Minuten nach dem Start seien ungewöhnliche Geräusche zu hören gewesen, dann hätte es einen lauten Knall gegeben und aus einem der linken Triebwerke sei eine Stichflamme ausgetreten.

BA-Sprecher John Lampl weist Zusammenhänge mit den Triebwerkspannen der letzten Wochen bei der australischen Fluggesellschaft Qantas zurück. Der Vorfall vom Samstag sei ein absoluter Zufall und es handele sich nicht um das gleiche Problem. Der in der Boeing 747 verwendete Turbinentyp RB211-524G von Rolls-Royce sei bei British Airways seit mehr als 20 Jahren im Einsatz und sehr zuverlässig. Es habe bisher keine Probleme mit diesen Maschinen gegeben. Die betroffene Turbine im Jumbo hätte eine Art Fehlzündung erlitten – ein Vorfall, der äußerst selten vorkommt. Gebrannt hätte die Turbine nicht.

Augenzeugen an Bord berichten jedoch von Flammen auf der linken Triebwerkseite und einer glühenden Turbine. Ein Luftbegleiter habe aus dem Fenster geshen und gemurmelt: Oh, my God!“.

Nach Aussage von Lampl gebe es für BA jedoch keinen Anlass, die Triebwerke des britischen Maschinenbauers Rolls-Royce auszutauschen. Die Maschinen fliegen seit mehr als zehn Jahren erfolgreich mit den Triebwerken. Ein Austausch von Triebwerken sei laut Lampl auch nicht leicht zu bewerkstelligen. Fluggesellschaften wie Lufthansa und Singapore Airlines hatten nach den Pannen bei Qantas begonnen, Triebwerke auszutauschen.

Die Boeing 747 mit der Flugnummer BA084 war bereits mit mehr als vier Stunden Verspätung wegen technischer Probleme gestartet. Als Ursache nannte Pressesprecher John Lampl eine verklemmte Frachttür. Die Passagiere saßen jedoch noch weitere anderthalb Stunden im Flugzeug, bis die Maschine gegen 24 Uhr die Startgenehmigung erhalten hatte.

Der Münchner Reiseunternehmer und Vielflieger Jörg H. (47) war an Bord der Maschine und berichtet über die Vorgänge vor dem Start. „Niemand hat uns aufgeklärt, warum wir überhaupt so verspätet gestartet sind“, sagt Jörg H. Die Erklärungen mit den technischen Problemen habe er schon x Mal gehört. Immer hieß es, eine Flugzeugtür sei verklemmt. „Ich weiß nicht, ob ich das glauben soll – es klingt nach einer Standardausrede, um Passagiere nicht zu beunruhigen.“ Jörg H. ist froh, dass die Turbine nicht beim Start Feuer gefangen hatte, sondern das Flugzeug bereits an Höhe gewonnen hatte. Die Landung sei trotz der ausgefallenen Turbine butterweich gewesen.

Der betroffene Jumbo soll nun mit den drei funktionierenden Triebwerken nach London geflogen und dort von Technikern untersucht werden. Innerhalb der nächsten zwei Tage werde BA eine plausible Antwort für den technischen Ausfall liefern.

Spanien

4. März 2010

Amnestie für illegale Bauten in Galizien

In Spaniens nordwestlicher Provinz Galizien sollen per Gesetzreform künftig illegal gebaute Häuser legalisiert werden. Die Region gehört zu den ärmsten Spaniens und Europas und leidet unter den Auswirkungen der Krise besonders. Arbeitslosigkeit, Wegzug der Bevölkerung, anhaltend schlechtes Wetter und die abgeschiedene Lage haben Galizien nicht nur geografisch an den Rand Europas manövriert. Touristisch ist die aus Fjorden und Hügeln bestehende Provinz am Atlantik im Vergleich zum Rest Spaniens nur wenig entwickelt und gehört gerade deshalb zu Europas schönsten und natürlichsten Landschaften. Nur Santiago de Campostela ist als Pilgerort und Ziel des Jakobsweges über die Grenzen hinaus bekannt. Bei Spaniern ist die Region wegen seiner Meeresfrüchte beliebt – jedes Jahr reisen Spanier im Sommer nach Galizien, um Muscheln und Fisch zu essen. Sonst ist die Region von den üblichen Touristenströmen verschont geblieben. Das verleiht den jahrtausendealten Dörfern und Städtchen einen wunderbaren Charme.

Die bevorstehende Amnestie von Hunderttausend illegalen Bauprojekten ist die Folge eines Baugesetzes, das die Regionalregierung Xunta de Galicia als Lei do Solo demnächst verabschieden will. Es könnte als Vorbild für ähnliche Bauten in anderen Provinzen Spaniens gelten. Viele ausländische Bauherren, vor allem Briten, sehen der Entwicklung mit Erleichterung entgegen und hoffen, dass das Gesetz die festgefahrenen Fronten vor allem in den sonnenreichen Provinzen im Süden wieder lockert.  Spaniens Provinzregierungen sind seit 2009 vermehrt gegen illegale Bautätigkeiten vorgegangen und haben mit dem Abriss von Villen und Fincas besonders entlang der Küste begonnen. In der englischsprachige Zeitung The Reader aus Andalusien berichtet der britische Journalist Matthew Pritchard über die Chancen auf eine Übertragung der galizischen Gesetzesreform auf andalusische Verhältnisse. In Andalusien leben viele Briten in illegalen Häusern und befürchten den Abriss. Sie hoffen, dass der galizische Vorstoß, ihre Aussichten auf Legalisierung verbessert. Korruption und Bestechlichkeit lokaler Behörden hat der illegalen Bauerei durch Ausländer entlang der Küste jahrelang den Weg bereitet.

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